Aquiferspeicher / WKO-System

Der Aquiferspeicher, auch WKO-System (Nl: Warmte Koude Opslag, DE: Wärme-Kälte-Speicherung), ist eine Methode, um Energie in Form von Wärme oder Kälte mit Hilfe von Flächenkollektoren oder Erdwärmesonden im (flachen) Boden zu speichern. Dazu werden zwei Grundwasser-Bohrungen in unterschiedlich tiefen Gesteinsschichten oder in einer Schicht mit gewissem Abstand zueinander angelegt, wobei eine dieser Schichten als Wärmequelle und ‑speicher dient und die andere als Kältequelle bzw. -speicher. Durchschnittlich liegen WKO-Systeme in einer Tiefe zwischen 20 und 120 Metern.

Prinzip des Aquiferspeichers

Im Heiz­betrieb wird das Grundwasser aus der Wärmequelle gepumpt und diesem wird mit einer Wär­mepumpe Energie entzogen, um Heizungs- oder Trinkwarmwasser auf die nötige Vorlauftem­peratur zu bringen. Das dabei abgekühlte Grundwasser wird anschließend in die Kältequelle im Boden eingeleitet. Im Kühlbetrieb wird der Prozess umgekehrt und Wasser aus der Kältequelle wird – oft ohne den Einsatz einer Wärmepumpe – zur Gebäudekühlung eingesetzt, wobei es sich erwärmt, und anschließend in die Wärmequelle im Boden geleitet. Die Wärmequelle kann auch aus anderen Quellen wieder regeneriert werden, wie z. B. aus Abwasserwärme. Die Regeneration ist vor allem dann zu gewährleisten, wenn mehr Heiz- als Kühlbedarf im Laufe eines Jahres besteht.